Klimaneutral und Zukunftsfähig!

Ich bin leidenschaftliche Niedersachsentouristin. Unsere wunderschöne Fläche in Niedersachsen ist ein Schatz, den wir nutzen sollten: Wir können uns an die Spitze bei der Energiewende und dem Klimaschutz setzen und dabei neue Arbeitsplätze schaffen, aber vor allem auch für unsere Kinder und Enkelkinder eine lebenswerte Zukunft sichern. Wir können die wunderschöne und vielfältige Natur Niedersachsens erhalten, Moore wiedervernässen und die Artenvielfalt sichern – damit auch unsere Enkel noch wissen, was eine Mopsfledermaus oder ein Feldhase ist. Wir können Wirtschaft neu denken und Klimaneutralität zum Standard machen – und dabei die Menschen, die Sorge um ihre Arbeitsplätze, um ihre kleinen und mittelständischen Unternehmen und um ihre Zukunft haben, nicht aus den Augen verlieren. 

Der Wandel wird passieren und er hat bereits begonnen. Unsere Aufgabe ist es, frühzeitig alle mitzudenken, um eben nicht die Familien zurückzulassen, die in dritter und vierter Generation bei VW arbeiten. Deshalb wollen wir Entwicklungen vorausplanen und die vielen Menschen mit ihrer Expertise einbinden, damit wir am Ende nicht an der einen Seite des Tischtuchs ziehen und auf der anderen Seite der blanke Tisch hervorsticht. 

Wir brauchen nicht nur den Turbo bei der Energiewende, sondern auch eine Fachkräfte- und Umschulungsoffensive, damit wir beim anstehenden Wandel auch alle mitnehmen können. Ich möchte das Rückgrat der Wirtschaft stärken und insbesondere den Mittelstand auf dem Weg in eine sozial-ökologische Zukunft unterstützen. Das Niedersächsische Handwerk ist das Herz für alle politischen Vorhaben, sei es die Energiewende oder die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum. Daher muss die Stärkung des Handwerks ein Kernanliegen unserer nachhaltigen und zukunftsfesten Wirtschaftspolitik sein. Dazu zählt auch, die duale Ausbildung zu stärken und Auszubildenden die mobile Erreichbarkeit der Schulen und Ausbildungsstätten zu ermöglichen. 

Die Landwirtschaft ist in einer Sackgasse, in der viele Landwirt*innen nicht mehr auskömmlich von ihrer Arbeit leben können. Gleichzeitig äußern viele Landwirt*innen im Gespräch den Wunsch, ihren Betrieb zu verändern, nachhaltiger zu gestalten, weniger Tiere dafür besser zu halten und den Klima- und Naturschutzanforderungen gerecht werden zu wollen. Aber sie werden beim Umbau ihrer Höfe alleine gelassen und es gibt zu viele Regeln, die ihnen diesen Umbau erschweren. Wir müssen Landwirt*innen bei diesem Weg unterstützen und dafür auf Bundes- und Landesebene die Weichen stellen. Nur so können wir Niedersachsen klimaneutral und zukunftsfähig aufstellen.